Ihr Mikroskop
Was man unter dem Mikroskop sieht · Tierische Zelle
Mundschleimhautzellen unter dem Mikroskop
Man schabt mit einem Zahnstocher vorsichtig über die Innenseite der Wange, streicht das Material auf dem Objektträger aus und gibt einen Tropfen Methylenblau dazu. Es ist die am leichtesten zu beschaffende tierische Zelle: Ihre eigene.
Wählen Sie Modell und Verfahren im Bedienfeld.
40×: den Fleck suchen
Mit dem 4×-Objektiv sucht man die gefärbte Stelle und zentriert sie. Die Zellen sind noch Punkte.
100×: einzeln und in Gruppen
Es erscheinen flache, unregelmäßige Zellen, manche einzeln, andere in sich überlappenden Schichten.
400×: Zellkern, Cytoplasma und Membran
Jede Zelle misst etwa 50–60 µm. Der kleine, ovale Zellkern färbt sich dunkelblau, das Cytoplasma hellblau, und der Rand erscheint etwas dunkler.
1000×: die Bakterien aus dem Mund
Mit dem Immersionsobjektiv sieht man dunkle Pünktchen auf den Zellen und um sie herum: Das sind Bakterien aus dem Mund.
Eine Zelle aus der Nähe
Anders als die Zwiebelzelle hat sie keine Zellwand, nur eine Membran. Deshalb ist ihre Form unregelmäßig.
3D-Ansicht: Unter dem Mikroskop sieht man sie flach, von oben.
Welches Mikroskop brauchen Sie?
Für tierische Zellen genügt ein biologisches Mikroskop mit 400×. Um die Bakterien zu sehen, braucht man das 100×-Ölobjektiv, also 1000×.
Mikroskope für SchulenWelches Mikroskop brauche ich?Häufige Fragen
Wie bereitet man eine Probe mit Mundschleimhautzellen vor?
Man schabt mit einem sauberen Zahnstocher über die Innenseite der Wange, streicht das Material auf einem Objektträger aus, gibt einen Tropfen Methylenblau dazu und legt ein Deckglas auf.
Welche Vergrößerung braucht man, um Mundschleimhautzellen zu sehen?
Bei 100× sieht man bereits die Zellen, bei 400× den Zellkern. Für die Bakterien aus dem Mund braucht man 1000× mit Immersionsöl.
Warum sind Mundschleimhautzellen nicht rechteckig wie Zwiebelzellen?
Weil tierische Zellen keine Zellwand haben, nur eine Membran, und ihre Form unregelmäßig ist.
Wie diese Simulation entstanden ist
Das ist kein Foto, sondern ein berechnetes Modell. Vergrößerung, Sehfeld und Auflösung stammen aus dem technischen Datenblatt des jeweiligen Mikroskops; die Maße der Probe aus den unten genannten Quellen.
| Was | Wie es berechnet wird | Was daran Näherung ist |
|---|---|---|
| Vergrößerung und Sehfeld | Vergrößerung = Okular × Objektiv. Sehfeld = Sehfeldzahl des Okulars ÷ Vergrößerung des Objektivs. | Exakt laut Datenblatt. |
| Maße der Zelle | Zelle von 50–60 µm; der Zellkern nimmt ≈ 2,5 % ihrer Fläche ein, etwa 9 µm Durchmesser (berechnet). | Dicke der Zelle ohne Quelle: gewählt. |
| Aussehen | Flach, unregelmäßig, einzeln oder in Schichten; Rand etwas dunkler; ovaler, dunkelblauer Zellkern; Bakterien als Punkte. | Form jeder Zelle zufällig erzeugt. |
| Verfahren | Hellfeld mit Methylenblau, Phasenkontrast, Dunkelfeld und Polarisation. | Intensitäten nach Augenmaß gewählt. |
Quellen
- Technische Datenblätter der Mikroskope von Letscopes.
- Maße: PMC2732433.
- Aussehen und Färbung: Blupreme und Microscope World.
Weitere Proben
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